Attraktive Villen im Charlottenburger Ortsteil Westend

Attraktive Villen im Charlottenburger Ortsteil Westend

Wer auf der Suche nach einem attraktiven Eigenheim in Berlin ist, sollte nicht vor den Toren Charlottenburgs Halt machen. Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf lohnt sich nämlich jederzeit ein Besuch des Ortsteils Westend. Viele Teile von Westend, die heute als Neu-Westend bezeichnet werden, erscheinen im typischen Berliner Ambiente aus Reihen- und Mietshäusern. Der ursprüngliche und nach dem vornehmen Stadtteil von London benannte Teil von Westend wurde als attraktive Villenkolonie geplant, in denen bezaubernde Häuser und Villen das Bild bestimmen.

Die Entstehung der Villenkolonie

Um das Jahr 1860 herum wurden die Grundsteine für die Villenkolonie Westend gelegt, welche sich zwischen der Ahornallee im Osten und der Kirschenallee im Westen sowie der Platanenallee im Süden und der Akazienallee im Norden erstreckt. Die im Jahr 1866 gegründete „Kommandit-Gesellschaft auf Actien Charlottenburger Baugesellschaft Westend“ erstellte einen Parzellierungsplan, welcher Grundstücke von ungefähr 800 Quadratmetern auswies und vor allem Interessenten aus dem gehobenen Mittelstand ansprechen sollte.

Zum größten Teil waren es aber Käufer aus der Oberschicht, die sich den Genuss der Villen gönnten und von der attraktiven Lage profitieren wollten. Für die Villenkolonie wurde bewusst die Region westlich der Industriegebiete gewählt, weil die dort entstehenden industriellen Abgase durch den Westwind gen Osten getragen wurden und die Luft über den Villen von deutlich höherer Qualität blieb, was zudem durch die 25 Meter über der Spree befindliche Lage auf der Anhöhe des Teltow verstärkt wurde.

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Die Pläne überstanden schwierige Zeiten

Unter dem Einfluss des Deutsch-Österreichischen Krieges und der dadurch herrschenden Unsicherheit geriet die Gründung der Villenkolonie mehrmals ins Stocken. Für die insgesamt 400 angedachten Parzellen wurden bis zum Jahr 1868 nur 24 Käufer gefunden, was zusätzlich zu finanziellen Problemen und der Auflösung der Gesellschaft führte.

Mit der „Westend-Gesellschaft H. Quistorp & Co. zu Berlin“ fand sich eine neue Gesellschaft, die die Pläne für das Villenviertel umsetzen wollte. Die führende Hand war dabei Heinrich Quistorp, der sich der weiteren Entwicklung Westends annahm. Er erschuf neben der Errichtung der Villen einen kleinen Wasserturm sowie ein kleines Wasserwerk, welches anschließend aber durch ein ebenfalls von ihm geplantes großes Wasserwerk am Teufelssee abgelöst wurde. Dieses heute als Naturschutzzentrum „Ökowerk Berlin“ geltendes Wasserwerk hatte solche Ausmaße, dass es zusätzlich noch in der Lage gewesen wäre, ganz Charlottenburg mit Wasser zu versorgen. Zudem wollte er sich mit dem 80 Meter hohen und 60 Meter im Durchmesser messenden Germaniaturm ein Denkmal setzen. Dieser Wasserturm wurde aber niemals fertig gestellt und später abgerissen.

Die Gründerkrise im Jahr 1873 führte zum Konkurs der Westend-Gesellschaft, wodurch die Baupläne erneut gestoppt wurden und zahlreiche, der schon fertig gestellten Villen leer standen. Erst zum Ende der 1870er Jahre kam es zu einer gewissen Entspannung, der dann eine enorme Explosion der Bevölkerung rund um und in Berlin zu Gute kam. Der Aufschwung ereilte Westend und plötzlich war alles bebaut und eine neue, sehr beliebte Wohngegend war erschaffen, in der sich vor allem die wohlhabenden Bürger und Beamten niederließen.

Die Villenkolonie heute – eine beliebte und attraktive Wohngegend

Heute ist die Villenkolonie eine beliebte Wohngegend, für die in großen Teilen die Erhaltungsverordnung zum Erhalt der städtebaulichen Eigenart als eines der ältesten Berliner Villengebiete greift. Die Erhaltungsverordnung wird mit dem herrlichen Zusammenspiel von villenartigen und in professionell gestalteten Gärten stehenden Einfamilienhäusern, attraktiven Plätzen und den öffentlichen, begrünten Straßen begründet wird.

Wer also unweit des Zentrums der Hauptstadt den Genuss der eigenen Villa und einer traumhaften Umgebung genießen möchte, sollte sich mit seinen Immobilienplänen immer auch in Westend umsehen, wo eine der vielen, verschiedenen wohnbaulichen Facetten der Hauptstadt auf sich aufmerksam macht.

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