Category Archives: Buntes Berlin

Polnisches Filmfestival in Berlin: FilmPolska

Polnisches Filmfestival in Berlin: FilmPolska
Polnisches Filmfestival in Berlin: FilmPolska

Vor ein paar Wochen war ich im Babylon zum Festival FilmPolska, das allererste Mal, und dass obwohl die Veranstaltung schon einige Jahre stattfindet. Die bekannte Veranstaltung FilmPolska ist in Berlin das größte Festival im Ausland, welches polnische Filme zeigt. Auf dem Festival sind alljährlich in der Zeit vom April und Mai an verschiedenen Orten in Berlin neue und spannende, polnische Filmproduktionen vom vergangenen Jahr zu sehen. Schirmherr dieser Veranstaltung ist das Medienboard aus Berlin.

Die Veranstaltung richtet ihren Blick ausschließlich auf das Filmland Polen, und bereitet mit einigen Side-Events eine Plattform für den Austausch von kreativen, kulturell interessierten Menschen. Es soll vor allen eine Verbindung zwischen den Kinogängern und den Filmemachern geschaffen werden. Für Berliner sowie für die Gäste bietet das Festival einen besonderen und unvergesslichen Einblick in den zeitgenössischen polnischen Film.

Es werden verschiedene Werke gezeigt, die sonst nur selten im deutschen Raum zu sehen sind. Es ist also eine lohnenswerte Gelegenheit seinen Horizont zu erweitern.

Das Erlebnis möchte ich nicht missen

Meine ersten Eindrücke bei dem Festival FilmPolska, den ich bekam, waren längere Schlangen an der Bar, viele herzliche Umarmungen und ein mitreißendes, lautes Gelächter. In dem alten Kino Babylon, welches sich in der Rosa-Luxemburg-Straße befindet, lief eine Dokumentation mit dem Titel „You Have No Idea How Much I Love You” von dem Filmemacher Pawel Lozinski. Im Saal, welcher sehr voll war, eröffnete Jenni Zylka, eine Kulturkolumnistin als Moderatorin des Festivals und den Abend. Dieser stand unter dem Motto „Berlin sieht Polnisch“. Alle die in Polen im Filmgeschäft einen Rang und Namen haben, waren gefühlt dort vor Ort und so kamen auch zahlreiche Gäste, welche mit dem Applaudieren zunächst gar nicht mehr aufhören wollten. Die diesjährigen Mitglieder der Jury waren u. a. Marcin Malaszczak, ein Filmproduzent, und Bernd Buder. In einem fließenden deutschpolnischen Mix der Sprachen gelang es den Veranstaltern eine überaus angenehme Atmosphäre zu schaffen, welche uns Gästen deutlich machte, wie bedeutend polnische Filme auch für unsere deutsche Kultur sind, und besonders, wie wichtig eine Zusammenarbeit auch zukünftig für einen Kulturaustausch zwischen der deutschen und polnischen Kultur ist.

Die Neuerung von FilmPolska der WETTBEWERB

Zum aller ersten Mal wurde diesmal ein Wettbewerb abgehalten. Die gezeigten Beiträge vom Wettbewerb wurden durch die Leitung des Festivals nominiert. Für den Wettbewerb wurden Spielfilme, Animationsfilme, Dokumentarfilme und auch hybride Formen, welche eine Spieldauer von mindestens einer Stunde hatten, zugelassen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag auf dem Nachwuchs der polnischen Regie, deswegen nahmen insbesondere die Regisseurinnen sowie Regisseure am Wettbewerb teil. Insgesamt wurden am Ende sieben aktuelle Filme prämiert. Dabei standen filmische Werke im Fokus, welche einen progressiven, frischen und kritischen Anspruch hatten und somit auch das Potential besitzen, das polnische Kino zukünftig zu prägen und mitzugestalten.

Nominierte Filme 2017

Spielorte für das Programm: Die Orte waren in der Stadt gut verteilt: Babylon, Filmclub FSK Kino am Oranienplatz, Club der polnischen Versager, Zeughauskino, Brotfabrik, Kino Arsenal, Polnisches Institut Berlin und einige andere, kleine Kinos.

Wann fand es statt? 03. bis 10. Mai 2017 – Die Termine für das kommende Jahr 2018 werden noch bekannt gegeben, informieren könnt Ihr Euch auf der Berlin-Seite oder direkt beim Kino Babylon.

Preise: Tickets kosten circa 5 Euro

Aktionstage „Berlin machen“ ‒ Blitz und Blank Aktion in Berlin

Aktionstage „Berlin machen“ ‒ Blitz und Blank Aktion in Berlin
Aktionstage „Berlin machen“ ‒ Blitz und Blank Aktion in Berlin

Es ist kaum zu glauben, aber wir Berliner kamen auch dieses Jahr wieder zusammen, um gemeinsam einen Mittelstreifen, an der Straße von der Urania im schönen Schöneberg von Unrat zu säubern. Die Leute stachen in die Erde und dabei pflanzten sie bunte Blumen. Auch einige Graffitis wurden von Profis kostenlos beseitigt, die Hinterlassenschaften von Sprayern, verschwanden somit von der Bildfläche.

Der tolle Grünstreifen der vorhin erwähnten Urania ist einer von vielen öffentlichen Orten, die von „Wir Berlin“ einem Berliner Verein, bei den Aktionstagen „Berlin machen“ mit der Hilfe von Hunderten von Helfern verschönert wird. „Denn mich selber hat es schon seit längeren geärgert, wenn ich an dieser Stelle vorbeifuhr, dass das dortige Kunstwerk leider so grässlich verschandelt wurde“, erklärt einer der Freiwilligen gegenüber Journalisten.

Ganze Gruppen von Einsatzbereiten ‒ eine ehrenwerte Berliner Tradition

Satte 240 Gruppen haben sich nach Angaben der Initiatoren an den Aktionstagen „Berlin machen“ beteiligt. So räumten die Mitarbeiter von den Neuköllner Behörden, unseren Volkspark Hasenheide auf. Ein neues „Facelifting“ erhielt auch der Olof-Palme-Platz, welcher sich an der Budapester Straße befindet.

Schon seit einigen Jahren engagieren sich viele Berliner, um die Parkanlagen, Plätze und die Hauptstadtkieze zu pflegen. Alle packen an und machen Unser Berlin zu einem Ort der Freude. Seit dem Jahr 2011 sind die nun berühmt gewordenen Aktionstage ein großer Erfolg. Es ist toll, wie Menschen zusammen etwas auf die Beine stellen, ich hoffe und will, dass das in Zukunft genauso fortgeführt wird. Der Aktionstag 2017 wurde auf den Wunsch von vielen Leuten auf das Frühjahr verlegt. Dabei wollen die Veranstalter den neuen Termin im Frühling dafür nutzen, die geniale europäische Kampagne, mit dem Namen „Let´s clean up Europe“ zu verbinden. Um einen gemeinsamen Beitrag dabei zu leisten, dass unsere Hauptstadt, noch liebenswerter und auch attraktiver wird, und in der sich die Besucher vor allem aber ihre Bewohner noch mehr wohlfühlen können.

Jeder wird gebraucht

Jeder sollte sich verpflichtet fühlen, etwas von seiner Zeit, seiner Heimat zu schenken ‒ es tut nicht weh, dem Boden auf dem wir jeden Tag laufen, einmal im Jahr etwas Gutes zu tun. Macht also auch mit! Bestimmt, und da bin ich mir sicher, findet Ihr vor Eurer eigenen Tür einen Ort, welcher verschönert werden könnte. Am besten sucht Ihr Eure Freunde, Nachbarn, Bekannte und Familie auf und verbringt zusammen gemeinsam einen Tag für eine noch schönere Stadt. Berlin braucht solche Ideen! Wenn Ihr mitmachen wollt, einfach anmelden und loslegen. Details zur Aktion findet Ihr auf der gemeinsamen Webseite vom Aktionstag „Berlin Machen“.

„Berlin machen“ ‒ unter diesem Motto können sich alle Berlinerinnen und Berliner an der stadtweiten Aktion nächstes Jahr wieder beteiligen. Mitmachen heißt Verantwortung übernehmen ‒ Verantwortung für ein gutes Zusammenleben in der Stadt und der eigenen Nachbarschaft, am Ende profitieren alle von dem Ganzen. Ich hoffe deswegen, dass der Aktionstag auch im kommenden Jahr wieder eine rege Beteiligung erfährt und viele Freiwillige dazustoßen. In unserer Straße haben wir dieses Jahr schon viel geschafft, gepflanzt, Müll beseitigt eine Sitzmöglichkeit geschaffen von der aus wir unser Ergebnis betrachten können, und gleichzeitig habe ich meine Nachbarn etwas besser kennengelernt.