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Sozialer Wohnungsbau in Berlin geht voran ‒ NKZ am Kotti verkauft

Sozialer Wohnungsbau in Berlin geht voran ‒ NKZ am Kotti verkauft
Sozialer Wohnungsbau in Berlin geht voran ‒ NKZ am Kotti verkauft

In Berlin herrscht ein Mangel an Wohnungen und das nicht erst seit vergangener Woche. Ich weiß schon lange, dass ich so schnell nicht mehr umziehen werden. Will auch gar nicht. Aber ich weiß von vielen Freunden und Bekannten, welche Kopfschmerzen die Wohnungssuche in Berlin bereiten kann. Gerade preiswerte Wohnungen sind mega schwer zu finden. Und wenn neue Häuser gebaut werden, handelt es sich entweder um teure Eigentumswohnungen oder es gibt schon eine ellenlange Warteliste für die Wohnung. Da momentan und in Zukunft immer mehr Menschen nach Berlin kommen, wird sich die Lage wohl auch in den kommenden Jahren nicht so schnell entspannen, trotz Neubau. Umso wichtiger scheint es mir, also nicht nur mir, dass gerade die bestehenden Wohnungen erhalten und bezahlbar bleiben. Ein gutes Zeichen setzt jetzt der Verkauf des NKZ an die Gewobag. Die Wohnungsbaugesellschaft Gewobag bekommt das NKZ am Kottbusser Tor. Es wurde für eine Summe von 56.5 Millionen Euro verkauft. NKZ steht für Neues Kreuzberger Zentrum und das befindet sich direkt am Kottbusser Tor. Zum Ensemble gehören rund 295 Wohnungen und rund 90 Läden. Zum Glück kam der Meistbietende vom privaten Sektor nicht zum Zuge, er hatte die Frist verstrichen lassen.

Der Druck ist nun raus, vor allem sieht das so der Gesellschafterbeirat der NKZ nachdem bekannt worden war, dass die Gebäude in Sozialwohnungen verwandelt werden sollen. Vor dem Verkauf kam es zu Protesten unter den Mieteraktivisten, woraufhin der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg beschloss, das Vorkaufsrecht vom Bezirk auszuüben und somit den Verkauf an eine private Firma, im Notfall vor dem Gericht und in allen Instanzen, zu blockieren. Die vom Land eigene Wohnungsfirma Gewobag hatte insgesamt 56.5 Millionen Euro geboten. Zu der überraschenden Wende beim Bieterwettbewerb wollte sich am Ende niemand mehr äußern.

Und es geht positiv weiter

Der sehr hohe Kaufpreis dürfte eine rentable Bewirtschaftung der Objekte in Zukunft nicht einfach machen, zumal das öffentliche Wohnungsunternehmen auf einen größeren Teil der gesetzlich erlaubten Mieterhöhungen verzichten muss. Die Einwohner können sich allerdings freuen. Der Kauf des NKZ ist ein echtes Beispiel für eine sozialere Stadtpolitik.

Der Wohnblock in Kreuzberg wurde zur Erneuerung der Stadt in den 1960er Jahren gebaut. Damals rissen die Planer ganze Wohnblöcke der Gründerzeit ab, um dann auf den neu entstandenen Flächen Neubauten zu errichten. Die damals guten Renditen trieben diese absurde „Kahlschlagsanierung“ an. Für die Errichtung von damals neuen Quartieren, innerhalb der Vorstadt, mussten ganze Straßennetze und Schulen gebaut werden, welche die Gewinne der Baubehörden schmälerte und einen Bau in der Innenstadt so attraktiv machte.

Das NKZ ist in dieser Hinsicht auch ein Beispiel für eine absurde Förderpolitik im Wohnungsbau. Die Stadt zahlte damals Subventionen in rauen Mengen. Nach Ablauf der Förderperiode von bis zu 30 Jahren, wurden die teuer gebauten und geförderten Wohnungen den Bauträgern zur freien Verfügung gestellt, welche in diesen dann schrittweise die Mieten erhöhten. Unter anderen dadurch schrumpft der Bestand an Sozialwohnungen für Haushalte mit geringen Einkünften in Berlin seit Jahren.

Die Grünen wollen wieder zurück zum sozialen Wohnungsbau

Wenn es nach den Grünen geht, sollen Wohnungen nicht mehr nach Ablauf einer bestimmten Frist aus einer sozialen Bindung fallen. Der Senat hat ehrgeizige Pläne für den Bau von neuen und bezahlbaren Wohnungen. Allerdings ist und wird es ein schweres Unterfangen.

Eigentumswohnungen kaufen und verkaufen in Berlin

Eigentumswohnungen kaufen und verkaufen in Berlin
Eigentumswohnungen kaufen und verkaufen in Berlin

Die Baubranche in Berlin boomt. Knapp 150.000 neue Einwohner in drei Jahren, der Bedarf an Wohnungen für Neuzugezogene sowie der Trend zu kleineren Haushalten führen zu einem sehr großen Bedarf an neuem Wohnraum. Die dadurch entstehenden Pläne des Senats für neue Wohngebiete wecken schnell das Interesse von denjenigen, die sich eine Eigentumswohnung kaufen möchten, ganz gleich ob sie für die eigene Verwendung oder zur Weitervermietung gedacht sein soll.

Gleichzeitig ist ein steigender Bedarf an Wohnungen interessant und lohnenswert für diejenigen, die Immobilieneigentum besitzen und nicht benötigte Eigentumswohnungen aufgrund der hohen Nachfrage teuer wieder verkaufen können.

Optimale Zielgruppen für die zu verkaufende Eigentumswohnung finden

Wer seine Eigentumswohnung verkaufen möchte, sollte sich bei einer sehr großen Nachfrage wie in Berlin immer mit dem Gedanken beschäftigen, welches denn die attraktivsten Zielgruppen sind und wie man diesen die Wohnung optimal schmackhaft machen kann.

Bisher zur Miete wohnende Interessenten können optimal überzeugt werden, indem ihnen nicht nur die Vorzüge der Wohnung aufgezeigt werden, sondern auch die Ersparnisse, die sie im Vergleich zum Mietverhältnis genießen können sowie die entstehende Altersvorsorge aus Stein.

Eine entsprechend vorliegende und mit realistischen Werten gefüllte Gegenüberstellung – Miete gegen Eigentum – kann die andere Seite sehr schnell überzeugen. Interessant sind auch Rentner, welche sich dazu entschließen, ein vorhandenes Haus gegen eine Eigentumswohnung einzutauschen.

Hier gelten altersgerechte Vorteile einer Wohnung und der Umgebung zu optimalen Verkaufsargumenten. Optimale Unterstützung bei einem Verkauf kann ein Makler beisteuern. Dieser hat natürlich seinen Preis, dafür weiß er aber genau über die Märkte in der Hauptstadt Bescheid und kennt zudem sehr viele Kontakte, die hilfreich sind, um die Eigentumswohnung nicht unter Wert verkaufen zu müssen.

Der richtige Wert für die Wohnung

Beim Thema „nicht unter Wert verkaufen“ ist es natürlich wichtig, eine Ahnung davon zu haben, für wie viel die eigene Wohnung verkauft werden kann. Hier spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle, die einen schnell den Überblick verlieren lassen.

Den bedeutendsten Einfluss auf den Verkaufspreis haben sicherlich die Lage und der Zustand der Wohnung.
Gleichzeitig wird der Preis von weiteren Faktoren bestimmt: So kann für Altbau- und natürlich Neubauten mehr Geld verlangt werden als für Immobilien aus den 50er bis 70er Jahren. Die Anzahl der Zimmer ist ebenso bedeutend wie das Vorhandensein von Garten, Terrasse oder Balkon.

Oft zahlen Interessenten gern mehr für eine Wohnung, die nicht im Erdgeschoss liegt, weil die Wohnräume über mehr Licht verfügen und zahlreiche Menschen ebenerdig sehr viel mehr Angst vor Einbrechern haben als in den höheren Etagen. Gerade Dachgeschosswohnungen werden durch Aufstockungen und Ausbau der Dachstühle vielerorts neu geschaffen und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Vermietete und freie Wohnungen sorgen ebenfalls für unterschiedliche Preise, was bei einem Verkauf, beziehungsweise bei der Festlegung des Preises, berücksichtigt werden muss. Hier lohnt sich die Hinzunahme eines Experten, der eine Wohnung unabhängig bewerten kann.

Gemeinschaftseigentum als hemmender Faktor beim Wohnungsverkauf

Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern sind eine attraktive Variante, Wohneigentum zu besitzen, ohne ein ganzes Haus kaufen zu müssen. Nicht zu unterschätzen ist allerdings die Wirkung einer Eigentümergemeinschaft auf Interessenten bei einem eventuellen Verkauf der Wohnung. So kommt es bei den Käufern häufig zu Zweifeln an der Attraktivität eines Objektes, wenn sie beispielsweise mit Entscheidungen der Vergangenheit durch die Gemeinschaft nicht einverstanden sind und daher nicht ohne weiteres Teil dieser Gemeinschaft werden möchten.

Das Vorkaufsrecht eines Mieters beim Verkauf der Wohnung

Ist man selbst Mieter einer Wohnung, die der entsprechende Eigentümer plötzlich verkaufen möchte, sollte man immer drei Dinge im Hinterkopf behalten.

Wichtig ist vor allem das Vorkaufsrecht, weil alles andere nicht wirklich oder schwierig zu beeinflussen ist. Das Vorkaufsrecht bedeutet nichts anderes, als dass der Mieter vom Vermieter das Recht eingeräumt bekommen muss, die Wohnung zu den gleichen Bedingungen wie der potenzielle Käufer zu erwerben. Um auf diese Art und Weise die Wohnung dann als Eigentümer und nicht mehr als Mieter weiter bewohnen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Mehrfamilienhaus, in dem sich die Wohnung befindet, wird erstmals in einzelne Eigentumswohnungen aufgeteilt.
  • Das Mehrfamilienhaus, in dem sich die Wohnung befindet, wird nicht als Ganzes verkauft.
  • Der Eigentümer verkauft an Fremde und nicht an Familienmitglieder.
  • Es besteht bereits ein Kaufvertrag, in den der Mieter einsteigen kann.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, muss der Vermieter den Mieter über seine Pläne und über das bestehende Vorkaufsrecht informieren. Das geschieht meistens schriftlich mit einer beigefügten Kopie des relevanten Kaufvertrags. Der Mieter hat dann innerhalb der angegebenen Frist oder der gesetzlich vorgeschriebenen Zeit von zwei Monaten die Gelegenheit, dem Verkäufer mitzuteilen, ob er zu den gleichen Konditionen sein Vorkaufsrecht ausüben und die Wohnung selbst kaufen möchte.

Attraktive Villen im Charlottenburger Ortsteil Westend

Attraktive Villen im Charlottenburger Ortsteil Westend

Wer auf der Suche nach einem attraktiven Eigenheim in Berlin ist, sollte nicht vor den Toren Charlottenburgs Halt machen. Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf lohnt sich nämlich jederzeit ein Besuch des Ortsteils Westend. Viele Teile von Westend, die heute als Neu-Westend bezeichnet werden, erscheinen im typischen Berliner Ambiente aus Reihen- und Mietshäusern. Der ursprüngliche und nach dem vornehmen Stadtteil von London benannte Teil von Westend wurde als attraktive Villenkolonie geplant, in denen bezaubernde Häuser und Villen das Bild bestimmen.

Die Entstehung der Villenkolonie

Um das Jahr 1860 herum wurden die Grundsteine für die Villenkolonie Westend gelegt, welche sich zwischen der Ahornallee im Osten und der Kirschenallee im Westen sowie der Platanenallee im Süden und der Akazienallee im Norden erstreckt. Die im Jahr 1866 gegründete „Kommandit-Gesellschaft auf Actien Charlottenburger Baugesellschaft Westend“ erstellte einen Parzellierungsplan, welcher Grundstücke von ungefähr 800 Quadratmetern auswies und vor allem Interessenten aus dem gehobenen Mittelstand ansprechen sollte.

Zum größten Teil waren es aber Käufer aus der Oberschicht, die sich den Genuss der Villen gönnten und von der attraktiven Lage profitieren wollten. Für die Villenkolonie wurde bewusst die Region westlich der Industriegebiete gewählt, weil die dort entstehenden industriellen Abgase durch den Westwind gen Osten getragen wurden und die Luft über den Villen von deutlich höherer Qualität blieb, was zudem durch die 25 Meter über der Spree befindliche Lage auf der Anhöhe des Teltow verstärkt wurde.

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Die Pläne überstanden schwierige Zeiten

Unter dem Einfluss des Deutsch-Österreichischen Krieges und der dadurch herrschenden Unsicherheit geriet die Gründung der Villenkolonie mehrmals ins Stocken. Für die insgesamt 400 angedachten Parzellen wurden bis zum Jahr 1868 nur 24 Käufer gefunden, was zusätzlich zu finanziellen Problemen und der Auflösung der Gesellschaft führte.

Mit der „Westend-Gesellschaft H. Quistorp & Co. zu Berlin“ fand sich eine neue Gesellschaft, die die Pläne für das Villenviertel umsetzen wollte. Die führende Hand war dabei Heinrich Quistorp, der sich der weiteren Entwicklung Westends annahm. Er erschuf neben der Errichtung der Villen einen kleinen Wasserturm sowie ein kleines Wasserwerk, welches anschließend aber durch ein ebenfalls von ihm geplantes großes Wasserwerk am Teufelssee abgelöst wurde. Dieses heute als Naturschutzzentrum „Ökowerk Berlin“ geltendes Wasserwerk hatte solche Ausmaße, dass es zusätzlich noch in der Lage gewesen wäre, ganz Charlottenburg mit Wasser zu versorgen. Zudem wollte er sich mit dem 80 Meter hohen und 60 Meter im Durchmesser messenden Germaniaturm ein Denkmal setzen. Dieser Wasserturm wurde aber niemals fertig gestellt und später abgerissen.

Die Gründerkrise im Jahr 1873 führte zum Konkurs der Westend-Gesellschaft, wodurch die Baupläne erneut gestoppt wurden und zahlreiche, der schon fertig gestellten Villen leer standen. Erst zum Ende der 1870er Jahre kam es zu einer gewissen Entspannung, der dann eine enorme Explosion der Bevölkerung rund um und in Berlin zu Gute kam. Der Aufschwung ereilte Westend und plötzlich war alles bebaut und eine neue, sehr beliebte Wohngegend war erschaffen, in der sich vor allem die wohlhabenden Bürger und Beamten niederließen.

Die Villenkolonie heute – eine beliebte und attraktive Wohngegend

Heute ist die Villenkolonie eine beliebte Wohngegend, für die in großen Teilen die Erhaltungsverordnung zum Erhalt der städtebaulichen Eigenart als eines der ältesten Berliner Villengebiete greift. Die Erhaltungsverordnung wird mit dem herrlichen Zusammenspiel von villenartigen und in professionell gestalteten Gärten stehenden Einfamilienhäusern, attraktiven Plätzen und den öffentlichen, begrünten Straßen begründet wird.

Wer also unweit des Zentrums der Hauptstadt den Genuss der eigenen Villa und einer traumhaften Umgebung genießen möchte, sollte sich mit seinen Immobilienplänen immer auch in Westend umsehen, wo eine der vielen, verschiedenen wohnbaulichen Facetten der Hauptstadt auf sich aufmerksam macht.

Siemensstadt und Staaken – Spandau eine gute Alternative für eine neue Wohnung?

Siemensstadt und Staaken – Spandau eine gute Alternative für eine neue Wohnung?

Spandau gehört nicht zwingend zu den Bezirken in der Hauptstadt Berlin, die man in Berlin als attraktiv und Lieblingsziele derjenigen zählt, welche einen Standort für ein neues Zuhause suchen. Vor allem die Gebiete Siemensstadt und Staaken geraten dabei immer wieder in die Schlagzeilen und dennoch lohnt es sich, dort die Möglichkeiten und Pläne für neue Immobilien zu verfolgen.

Siemensstadt – die Entwicklung einer Arbeitersiedlung

Im Zuge der Niederlassung der Unternehmen Siemens und Halske sowie der Tochtergesellschaft Siemens-Schuckert entstand damals die als Siemensstadt bezeichnete Siedlung am Ostrand von Spandau. Noch heute ist die Gegend geprägt von den Industrieanlagen und den auf den Nonnenwiesen gegründeten Wohnsiedlungen, die ein hohes Maß an Grünflächen beinhalten. Außerdem zählt zur Siemensstadt die Insel Gartenfeld mit weiteren Anlagen der Firma Siemens. Ursprünglich handelte es sich also um eine Siedlung, die den Werksangehörigen ein Zuhause in unmittelbarer Nähe zu ihrem Arbeitsplatz bieten sollte.

Im Laufe der Zeit sorgten die allerdings sehr einfach gehaltenen Wohnanlagen, insbesondere in den Gebieten der zahlreichen Hochhäuser, für soziale Brennpunkte, die die Wohngegend in ein schlechtes Licht rückten. Gleichzeitig sorgten diverse Investitionen dafür, dass vor allem die aus den 30er Jahren stammenden und einen verwunschenen Eindruck hinterlassenden Mehrfamilienhäuser zu begehrten Immobilien wurden.

Attraktivität erlangte die Großsiedlung Siemensstadt dann zusätzlich durch die Ehrung, von der UNESCO im Jahr 2008 zum Weltkulturerbe ernannt zu werden. Heute ist die Lage attraktiv, weil man es nicht weit bis in die Innenstadt hat, die A100 als Stadtautobahn schnell erreichbar ist und der Tegeler Forst und die Jungfernheide als Ausflugsziele zur Erholung in der Natur problemlos mit dem Fahrrad angesteuert werden können.

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Der neu gestaltete Jugendweg für eine attraktivere Siemensstadt

Aktuell gibt es Planungen im Jugendweg der Siemensstadt, die nach langer Zeit einmal wieder ein Neubauprojekt im Kiez bedeuten. Dabei sind positive Äußerungen genauso vorhanden wie die skeptischen Meinungen der Bewohner des Viertels. Während die besorgten Anwohner vor allem Probleme aufgrund der zu wenigen Parkplätze befürchten, wenn die geplanten 116 Mietwohnungen fertig sind, macht sich die andere Seite durchaus Hoffnung auf eine große Aufwertung der Siedlung am Jugendweg.

Zwei Häuser mit 5 Etagen und später noch einmal weitere zwei Gebäude mit vier Etagen bieten eine große Auswahl von Wohnungen, deren Größe zwischen 52 und 115 Quadratmetern liegt. Aufzüge, Fußbodenheizung, komplette Einbauküchen und Barrierefreiheit in den insgesamt 28 Erdgeschosswohnungen versprechen zudem einen attraktiven Wohnraum für ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit. Auch die bisherigen Bewohner profitieren von dem Projekt, weil das derzeitige Einkaufszentrum durch den Einzug eines Discounters und dem Verbleib der Post aufgewertet wird.

Staaken – attraktive Ecken trotz negativem Ruf

Staaken ist ein weiterer Ortsteil des Bezirks Spandau und auch hier wird oft erst mit dem Kopf geschüttelt, wenn es um die Wohnqualität in dieser Gegend geht. So belegt das als Problemkiez bezeichnete Staaken in einem sogenannten Monitoring „Soziale Stadtentwicklung“ mit Abstand den letzten Platz. Vor allem in der Heerstraße Nord um den Pillnitzer Weg herum wird häufig davon gesprochen, dass Müll aus dem Fenster fliegt, nächtliche Saufgelage in Bergen von leeren Flaschen auf den Spielplätzen enden und Flure beschmiert oder sogar als Toilette missbraucht werden.

Entsprechende Beschwerden treffen meist auf taube Ohren, weil Eigentümer noch Hausmeister weder in der Nähe noch erreichbar sind. Allerdings versprechen die Immobilienunternehmen Besserung in Form von Modernisierungsmaßnahmen, wie einer energetischen Gebäudesanierung oder Maßnahmen wie der Beschäftigung von Sozialarbeitern für ein harmonischeres Miteinander. Bei all diesen im Vordergrund bekannten, negativen Eindrücken darf man seine Augen bei der Wohnungssuche aber nicht vor den durchaus attraktiven Ecken von Staaken verschließen.

Lohnenswerte Wohngebiete als Kontrastprogramm

So befindet sich gleich auf der anderen Straßenseite, der in Verruf geratenen Heerstraße, ein Areal mit zahlreichen Einfamilienhäusern. Die Grundstücke sind größtenteils eingewachsen und versprechen ein attraktives, ruhiges Wohnen zu bezahlbaren Preisen. Zu Fuß gelangt man von dort nach Brandenburg und in einer Viertelstunde zum Berliner Hauptbahnhof. Das deutet auf eine tolle Lage hin. Als Ausflugsziel in unmittelbarer Nähe bietet der Hahneberg aus einer Höhe von 90 Metern nicht nur einen Blick auf das Fort Hahneberg, sondern auch auf die gesamte Stadt, bei gutem Wetter bis zum Alexanderplatz.

Das alte Dorf im Süden und Norden besteht überwiegend aus ansprechenden Einfamilienhaussiedlungen. Es gehört, wie die Gartenstadt Staaken, zum historischen Teil von Staaken. Die Gartenstadt Staaken wurde zwischen 1914 und 1917 von dem Architekten Paul Schmitthenner entworfen und gehört heute der Wohnungsbaugenossenschaft Gartenstadt Staaken eG. Die Häuser stehen allesamt unter Denkmalschutz, was ebenso auf die Siedlung Neu-Jerusalem zutrifft. Der Albrechtshof im Westen von Staaken besticht durch einen ländlichen Charakter und attraktive Einfamilienhäuser.

Das Falkenhagener Feld gilt als sozialer Brennpunkt von Spandau, was vor allem auf die Sünden der Bauwirtschaft in den 60er und 70er Jahren zurückzuführen ist, als zahlreiche Hochhausviertel aus dem Boden gestampft wurden. Abgesehen von diesen Sündenfällen gibt es hier attraktive Ecken, was die netten Straßennamen Glühwürmchenweg, Ameisenweg oder Bienenweg vermuten lassen. Ältere und preisgünstige Einfamilienhäuser werden jetzt erst recht zu interessanten Objekten, weil der bisherige Flugzeuglärm verschwinden wird, sobald denn irgendwann einmal der neue Flughafen in Schönefeld eingeweiht werden sollte.

Alles in allem ist festzustellen, dass sowohl die Siemensstadt als auch der Ortsteil Staaken trotz bestehender Problemzonen attraktive Regionen besitzen, in denen es durchaus Sinn macht, nach attraktivem und gleichzeitig bezahlbarem Wohneigentum Ausschau zu halten.

Die neuen und ausgiebigen Wohnungsbaupläne in Berlin

Die neuen und ausgiebigen Wohnungsbaupläne in Berlin
Die neuen und ausgiebigen Wohnungsbaupläne in Berlin

Die Hauptstadt Berlin – der Wohnungsbau boomt

Die Hauptstadt Berlin ist nicht nur eine große Stadt, sondern auch eine großartige Metropole, die dementsprechend immer mehr Menschen anzieht. Allein durch diese Art der Zuwanderung ist die Bevölkerung in der Hauptstadt in den letzten Jahren um ungefähr 144.000 Einwohner gewachsen. Um ein Gefühl für diese Zahl zu bekommen, muss man sich nur einmal vorstellen, dass diese Menge an Menschen ungefähr der gesamten Einwohnerzahl einer Großstadt wie Regensburg entspricht. Dieser Gedanke macht schnell klar, dass selbst in einer Millionenstadt wie Berlin der Wohnungsmarkt schnell an seine Grenzen stößt.

Zusätzliche Gründe für den akuten Wohnungsbedarf

Der Bedarf an neuen Wohnungen besteht aber auch aufgrund anderer Szenarien. So ist schon seit langem bundesweit ein Trend zu erkennen, der in Richtung kleinerer Haushalte geht. Es gibt demnach immer mehr Menschen, die alleine oder nur zu zweit und nicht zu Mehreren wohnen, wodurch innerhalb der bestehenden Bevölkerung eine Umverteilung erfolgt, die mehr Wohnraum erfordert.

Nicht außer Acht zu lassen ist zudem die Situation rund um das Thema Flüchtlinge, die natürlich oder gerade in der Hauptstadt an der Tagesordnung steht. Für diesen Zustrom an Menschen muss langfristig gesehen ebenfalls eine stabile Wohnsituation außerhalb der zunächst bezogenen Gemeinschaftsunterkünfte erzielt werden.

Neue Wohnungen müssen also dringend her, um zum einen ausreichend Platz bieten zu können und um zum anderen zu verhindern, dass die Mietpreise der vorhandenen und begrenzten Wohnräume durch zu hohe, beziehungsweise zu schnelle Mietsteigerungen, zu teuer werden.

Bauboom im Jahr 2015 – dank vereinfachter Genehmigungen

Dass neue Wohnungen geschaffen werden müssen, bleibt niemandem verborgen und das führt dazu, dass im gesamten Stadtgebiet zu erkennen ist, dass diese dynamische Entwicklung nicht nur notwendig ist, sondern auch umgesetzt wird. So ist zum Beispiel in Neukölln der Wohnungsbau sehr stark im Gange. Der Norden des Stadtteils kann sich gerade über den Bau von 119 neuen Wohnungen freuen, die im Süden des Hermannplatzes entstehen. Schon im Herbst kann Neukölln dort mit ersten fertigen Objekten aufwarten. Gefördert wird der Wohnungsbau vor allem durch schnellere und unkompliziertere Genehmigungsverfahren, um dem neu zu schaffenden Wohnraum nicht zu viele bürokratische Steine in den Weg zu legen.

Das führte dazu, dass – auch wenn noch keine genauen Zahlen vorliegen – im Jahr 2015 mit ungefähr 15.000 neuen Wohnungen das Doppelte des Vorjahres erreicht wurde. Die meisten Objekte richten sich dabei an Mieter, während ungefähr ein Drittel der neuen Wohnungen als Eigentumswohnungen genutzt werden. Neben den zahlreichen, geplanten und umgesetzten Neubauten kommt es zudem immer mehr zur besseren Nutzung vorhandenen Materials. So werden viele bestehende und bisher noch schlummernde Potenziale, wie zum Beispiel noch nicht ausgebaute Dachgeschosse, zu neuem Wohnraum umfunktioniert.

Die Baubranche und somit die gesamte Wirtschaft kann sich bedanken. So kann alleine die Hauptstadt Berlin im Bereich der Baubranche für den Wohnungsbau im Jahr 2015 einen Anstieg des Umsatzes von 18,5 Prozent verzeichnen.

Der Senat setzt auf Masse und das quer durch die Stadt

Gleichzeitig sorgt der Senat mit eigenen Plänen für einen Boom in der Bauwirtschaft. So sind für insgesamt zwölf Quartiere, quer durch die Hauptstadt Berlin, Planungen im Gange, nach denen in den kommenden zehn bis fünfzehn Jahren neuer Wohnraum für bis zu 100.000 Menschen geschaffen werden soll. Dafür sollen insgesamt 45.000 bis 50.000 neue Wohnungen gebaut werden. Im Einzelnen handelt es sich bei diesen Planungen um die folgenden zwölf Gebiete:

  • Elisabeth-Aue
  • Blankenburger Pflasterweg
  • Michelangelostraße
  • Johannisthal/ Adlershof
  • Köpenick
  • Buch
  • Buckower Felder
  • Lichterfelde
  • Oberhavel
  • Gartenfeld
  • Schumacher Quartier
  • Europacity

Viele der Bauvorhaben bedürfen komplett neuer Stadtentwicklungen, die dazu führen sollen, dass sich Leute von den Gebieten angezogen fühlen und lebendige Kieze entstehen, in denen die Leute wohnen möchten. Das bedeutet insbesondere, ein in der Vergangenheit zu monotones Stadtbild zu verhindern und stattdessen ein attraktives Umfeld zu schaffen. Bäckereien und Geschäfte in den Erdgeschossen der Mehrfamilienhäuser sollen da genauso einen Beitrag zu leisten, wie eine optimale Infrastruktur und attraktive Verkehrsanbindungen.

Geplant sind dabei Größenordnungen der neuen Viertel mit zwischen 3.000 und 5.000 Wohnungen, wodurch die Möglichkeit entsteht, für diese neuen Wohngebiete eigene und somit optimal zu erreichende Schulen und Kindergärten zu errichten. Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und die Erschließung ausreichend großer Grünanlagen sollen eine zusätzliche Anziehungskraft ausüben, damit der neue Wohnungsraum angenommen wird. Dazu soll eine optimale Bürgerbeteiligung führen, um die neuen Stadtbilder anhand der Bedürfnisse der Bevölkerung attraktiv und bedarfsgerecht gestalten zu können.

Landeseigene Wohnungsunternehmen werden in die Pflicht genommen

Interessant sind die Planungen des Senats – vor allem bezüglich der Finanzierungen – für die landeseigenen Wohnungsunternehmen, die nämlich überraschend sehr stark einbezogen und mit sehr viel mehr Aufgaben als gewohnt bedacht werden. So wird den beiden Wohnungsunternehmen Howoge und Gesobau zum Beispiel für das geplante Gebiet auf der Elisabeth-Aue auferlegt. Die Wohnungsunternehmen müssen sich nicht nur um den Bau kümmern, sondern die komplette Entwicklung zu übernehmen. Das bedeutet finanziell, dass auch die Erschließung mit Grundschulen, Kindergärten und Grünflächen komplett aus den Kassen der Wohnungsunternehmen bezahlt werden muss, weil es sich dabei nicht um Leistungen für die Gesamtstadt handelt. Die Wohnungsunternehmen sehen diesen Aufgaben positiv entgegen und freuen sich auf die Schaffung neuen Wohnraums quer durch die Hauptstadt.