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Was ist eine Bauvorbereitungsvollmacht?

Was ist eine Bauvorbereitungsvollmacht?

Für den Bau eines Hauses oder irgendeiner anderen Immobilie braucht man sehr viel Zeit und Geduld. Man braucht aber auch Geld, was in meinem Falle nicht das größte Problem war. Als ich mir ein Grünstück gekauft habe und bestimmte Arbeiten ausführen wollte, wusste ich überhaupt nicht, welche Dokumente ich dafür brauche. Deshalb habe ich mich bei einem Freund, der ein Anwalt ist, informiert, und er hat mir über eine s.g. Bauvorbereitungsvollmacht erzählt. Das ist ein wichtiges Dokument, das man haben muss. Ich hatte es derzeit natürlich nicht und musste mich dann weiter erkundigen, was das überhaupt darstellt und wo ich es aufsuchen sollte.

Die Grundeigenschaften der Vollmacht

Eine Bevollmächtigung ist natürlich immer ein Dokument, in dem Sie versprechen, dass jemand etwas für Sie ausführen darf. So ähnlich ist es auch mit dieser Art von Vollmacht. Mit einer Bauvorbereitungsvollmacht haben Sie die Möglichkeit, den Erwerber eines unbebauten Grundstückes für die Vorbereitungshandlungen zur Bebauung der Immobilie zu tätigen. Das erfolgt in der Regel in einem notariellen Vertrag, sodass es auch schriftlich und rechtlich korrekt verläuft. Diese Vollmacht ist besonders am Anfang des ganzen Prozesses wichtig. Zu dieser Zeit ist der Erwerber noch immer nicht der Eigentümer des Grundstückes, da die Eigentumsumschreibung im Grundbuch noch nicht vollzogen ist. Das ist besonders wichtig für diejenigen Käufer, die sehr schnell mit dem Bebauen oder der Renovierung beginnen wollen. Ein schneller Baubeginn kann ein wertbildender Faktor für den Kaufpreis, und somit auch für die schnelle Fälligkeit des Kaufpreises sein. Durch die Bauvorbereitungsvollmacht kann man dem Erwerber die Vollmacht geben, Akten einzusehen, die Baugenehmigung zu beantragen, oder auch Bodenuntersuchungen in Auftrag zu geben. Dazu gehört auch die Möglichkeit, dass er bestimmte Energielieferungsverträge mit Versorgungsunternehmen abschließen kann.

Bedingungen

Es gibt natürlich auch bestimmte Bedienungen, die man für diese Bevollmächtigung erfüllen muss. Dieses Dokument stellt nur eine Bevollmächtigung da, sodass der Käufer noch immer nicht der Eigentümer ist. Deshalb darf er auch keine eigenen Entscheidungen treffen. Außerdem ist er durch dieses Dokument nicht dazu bevollmächtigt, mit dem Bau zu beginnen oder im schlimmsten Falle die Baugrube auszuheben oder Gebäudeteile einzureißen. Das heißt, dass diese Bevollmächtigung nicht gerade ein geschlossener Vertrag ist, aber sie kann am Anfang große Hilfe leisten. Die Regel lautet, dass der Käufer keine vollendeten Tatsachen oder Entscheidungen trifft, solange er den Kaufpreis nicht bezahlt hat. Er darf also keine Bauruine hinterlassen, falls er sich anders überlegt und das Grundstück doch nicht kaufen will.

Vertrauenssache

Bauvorbereitungsvollmachten sind in der Regel Vertrauenssache. Der Verkäufer, der mir mein Grundstück verkauft hat, war ein guter Freund meines Vaters, sodass ich wirklich Glück hatte. Wenn das aber ein Fremder gewesen wäre, würde das vielleicht nicht so reibungslos verlaufen. Für mich war diese Vollmacht sehr wichtig, da ich sofort mit den Arbeiten beginnen konnte. Erst nach ein paar Wochen, als das mit dem Geld geregelt wurde, konnte ich mit dem Erbauen beginnen. Sie müssen also nur hoffen, dass Sie bei Ihrem Kauf Glück haben und Ihnen der Verkäufer die Möglichkeit einer Vollmacht gibt. Diese Vollmacht hat in der Regel keine feste Form, muss also von den beiden handelnden Seiten unterschrieben werden. Dort müssen beide Namen stehen und eine Art Versprechen, dass der Verkäufer den Käufer bevollmächtigt, bestimmte Tätigkeiten auszuführen. Nachdem beide Seiten diesen Vertrag unterschrieben haben, bleibt er beim Notar als Evidenz und Beweis, falls etwas schief geht.

Immobilie und Erbengemeinschaft

Immobilie und Erbengemeinschaft

Es gibt sehr viele Fälle, mit denen ich vertraut bin, wo sich Geschwister wegen des Erbes streiten. In den meisten Fällen können sie sich nicht entscheiden oder eine Lösung finden, welche Immobilie wem gehören sollte. Dabei treten nicht nur solche Probleme auf, sondern auch richtige rechtliche Probleme, die dann zu unerwünschten Lösungen führen. Die Erbschaft ist eine komplizierte Sache und sollte immer gut bedacht werden. Nach dem Tod eines Familienmitglieds muss man natürlich sein Besitztum verteilen. Das erfolgt am einfachsten, wenn der Verstorbene zu seiner Lebenszeit ein Testament hinterlassen hat. Dort wird dann genau aufgeführt, wer was bekommt. Doch das Problem taucht dann auf, wenn es kein Testament gibt und sich die Nachfolger selber einigen müssen. Nach dem Tod des Familienmitglieds gründen die Miterben eine Erbengemeinschaft. Somit werden sie gemeinsam zu Eigentümern des Erbes erklärt, bis das Erbe verteilt wird. Wenn beispielsweise ein Haus im Erbe hinterlassen ist, und nirgendwo der rechtliche Erbe festgelegt ist, stellt sich die Frage, wer das Haus bekommt. Die Erben verfügen erstmal über den Nachlass als Gesamthandeigentum. Das heißt, dass keiner der Eigentümer alleine über das Haus im Nachlass verfügen darf und dass jede Aktion abgestimmt werden muss.

Die Abstimmung

Somit bilden die Erben eine Erbengemeinschaft, die aber keine Rechtsfähigkeit hat. Das kann aber geändert werden, indem die Miterben einen notariell beglaubigten Gesellschaftsvertrag abschließen und dadurch gemeinsame bestimmte Regeln aufstellen. Es ist aber wichtig, dass sich die Miterben alle einig sind, was mit der zu erbenden Immobilie passieren soll. Wenn sich alle Miterben in einer Entscheidung einig sind, dann kann das Haus sowohl verkauft, als auch zum Leben benutzt werden. Es ist dementsprechend sehr wichtig, dass alle dieselbe Meinung haben.

Grundbucheintrag der Erbengemeinschaft

Am Anfang ist es wichtig, dass ein Grundbuch berichtigt wird, da in diesem Buch noch immer der Erblasser als Besitzer der Immobilie eingetragen ist. Solange das der Fall ist, können die Miterben nichts mit der Immobilie anfangen. Um also diesen Vorgang zu beantragen, muss man es innerhalb einer Zeitspanne von 2 Jahren nach dem Tod des Erblassers durchführen. Nach diesem Zeitraum kann die Grundbucheintragung viel Geld kosten. Jeder Erbe kann die formierte Erbengemeinschaft ins Grundbuch eintragen. Dafür muss er natürlich einen entsprechenden Antrag stellen und einen bestimmten Nachweis der Erbschaft mitbringen. Meistens reicht der Erbschein dafür, doch wenn ein Testament vorhanden ist, dann kann dieses auch benutzt werden. Weitere Möglichkeiten sind noch in der Bescheinigung der Testamentseröffnung durch das Nachlassgericht vorhanden. Da eine Erbengemeinschaft gegründet wurde, wird das Haus als Gesamthandeigentum ins Buch eingetragen, und nicht als Eigentum eines der Erben. Somit ist es auch rechtlich begrenzt, dass kein Erbe alleine über Teile der Immobilie verfügen kann. Das ist durch verschiedene Formen der Auflösung veränderbar. Wenn die Erben dann das Haus teilen wollen, dann können sie das durch einen Teilauseinandersetzungsvertrag beim Notar machen.

Die Erbengemeinschaft an sich

Es ist also wichtig, dass sich die Miterben einigen, was sie mit der Immobilie machen und wie sie diese verteilen wollen. Auch wenn der Erblasser beispielsweise einem Erbe nur 15 % hinterlassen hat, können sich die Miterben darin einigen, dass er mehr oder weniger bekommt. Es ist also wichtig, dass alle Miterben eine gemeinsame Lösung finden, da nur so der Vorgang abgeschlossen werden kann. In der Regel entscheiden sich die meisten Erbgemeinschaften dazu, dass Haus zu verkaufen und sich das Geld zu teilen. Es gibt aber auch Fälle, bei denen sie sich dazu entscheiden, dass jedem Erbe ein bestimmtes Zimmer zugeteilt wird, sodass sie alle zusammen in diesem Haus leben können. Es ist egal, wofür sie sich am Ende entscheiden. Hauptsache, alles wird rechtlich dokumentiert und bewiesen.

Wohnungsbau in Berlin geht voran

Wohnungsbau in Berlin geht voran

Hier in Berlin entfacht immer wieder auf ein Neues die Diskussion über Wohnungen. Es geht dabei nicht nur um die Mietpreise und über deren Steigung, sondern ebenfalls um den Wohnungsbau. Viele Leute denken zu diesem Thema, dass der Wohnungsbau hier bei uns viel zu gering wäre, und dass man das Bauen neuer Wohnung ankurbeln sollte. Das ist ja auch nur verständlich, da es der Stadt nur zu Gute käme, mehr und mehr Wohnungen zu haben. Wie steht es jedoch tatsächlich um den Wohnungsbau in Berlin? Die meisten hier scheinen nämlich doch nicht allzu sehr viel Ahnung von diesem Thema zu haben.

Andere Ideen der Stadtentwicklungssenatorin als Neubauten

Die momentane Stadtentwicklungssenatorin hat ganz klar nicht nur auf den Neubau von Wohnungen gesetzt. Sie selbst sagt, dass nicht nur das das Ziel sein sollte. Sie setzt auch darauf, dass die Mieten der bereits vorhandenen Wohnungen nicht radikal ansteigen. So hat sie bspw. mit mehreren der Firmen, welche Wohnungen in Berlin haben und auch bauen, ausgemacht, dass die Mieten nicht mehr als zwei Prozent jährlich ansteigen dürfen.

Fakten zum Wohnungsbau

Das soll jedoch nur nebenbei erwähnt sein. Was den Neubau von Wohnungen angeht, so steht es gar nicht so schlecht, wie allgemein gesagt wird, um ihn. Ich will hier jedoch auf Fakten zu sprechen kommen. Es ist außer Frage, dass nicht so viele Wohnungen neu erbaut wurden, wie es eigentlich nötig wäre. So wurden zwischen 2013 und 2016 rund 70000 Wohnung zu wenig errichtet. Das man zu wenig Neubauten hat bezieht man darauf, dass der Neubau von Wohnungen nicht mit dem Bevölkerungswachstum standhält.

Das ist jedoch an und für sich gar nicht so schlecht, wie man denken könnte. Immerhin scheint es ja so, als könnten alle diejenigen, die es sich leisten können und es vor allem auch wollen, hier wohnen.

Um nun dieses Fehlen von Wohnung auszugleichen, und um den noch kommenden Bedarf zu decken, müsste man bis zum Jahr 2021 20000 jährlich bauen. Da dies jedoch so unrealistisch erscheint, beschränkt sich die momentane Stadtentwicklungssenatorin auf einen geringeren Wert von rund 14000 Wohnungen im Jahr. Dabei beachtet sie nicht das Defizit an Wohnungen, welches noch von früher vorhanden ist.

Nun muss man selbstverständlich sagen, dass es stimmt. Es gibt zu wenige Wohnungen hier in Berlin. Jedoch muss man im gleichen Zug erwähnen, dass es gar nicht so schlecht um das Neubauten steht, wie es oftmals gesagt wird. Es ist zwar noch nicht perfekt, aber ich bin auch zuversichtlich, dass es sich in Zukunft noch bessern wird.

Der Flughafen Tegel als Problemherd

Ein großes Problem bei diesem Thema stellt der Flughafen Tegel dar. Auf dem Gelände, welches heute mit einem Flughafen bebaut wird, hätten unzählige neue Wohnungen Platz gefunden. In Zahlen ausgedrückt hätte man hier ca. insgesamt 9000 Wohnungen errichten können. Da diese Fläche nun nicht mehr bebaut werden kann, muss man sich andere Gebiete suchen. Man muss jedoch sagen, dass dieser Flughafen sehr wohl ein großes Problem ist, wenn man sich mit der Frage nach Neubauten in Berlin beschäftigt.

Was ist eine Belastungsvollmacht?

Was ist eine Belastungsvollmacht?

Immobilien zu kaufen ist nicht gerade einfach. Dazu braucht man sehr viel Zeit, aber auch Wissen in diesem Bereich. Als ich mir eine Immobilie in Berlin kaufen wollte, wusste ich überhaupt nicht, worauf ich mich da einlasse. Das erste, was mir gesagt wurde, ist, dass ich eine Belastungsvollmacht brauche. Ich wusste natürlich nicht, was das bedeutet, doch nachdem ich mich ein bisschen erkundigt habe, weiß ich ungefähr, was das bedeutet. Kurz gefasst, ist eine Belastungsvollmacht Klausel, die im Grundstückskaufvertrag enthalten sein sollte. Diese bevollmächtigt dann der Notar, um das gewünschte Grundstück mit einem Grundpfandrecht belasten zu können. Anfangs hatte ich natürlich keine Vorstellung darüber, was das sein sollte, aber in der Zwischenzeit sind mir einige Sachen klarer geworden.

Belastungsvollmacht und ihre Eigenschaften

Eine Belastungsvollmacht brauchen Sie nicht immer. Sie ist nur dann erforderlich, wenn Sie als Käufer eines bestimmten Grundstücks eine Fremdfinanzierung vornehmen wollen, die dann vor einer Eigentumsumschreibung unterschrieben wird. Das wird meistens vom Kreditgeber verlangt, der für diese Eigentumsumschreibung eine Kreditsicherheit verlangt. Somit werden Ihnen dann mehrere Möglichkeiten, um die Immobilienfinanzierung zu sichern. Dazu gehören meistens Hypotheken, Grundschulden oder Sicherungsgrundschulden auf dem zu kaufenden Grundstück. Das Problem besteht aber darin, dass Grundstück noch immer im Eigentum des Verkäufers steht. Dieser kann dann als einziger Belastungen von Grundpfandrechten vornehmen. Der Kaufpreis steht schon beim Notar festgelegt und es scheint so, als ob man keine Lösung mehr hätte. Deshalb wurde mir gerade diese Belastungsvollmacht angeboten. Diese Konstruktion wurde gerade deshalb erfunden, um sowohl das Interesse des Käufers, als auch das Interesse des Verkäufers zu schützen.

Der ganze Prozess der Bevollmächtigung verläuft in der Regel ziemlich einfach. Der Verkäufer erteilt dem Notar die Vollmacht, bestimmte Rechtssachen vor der Eigentumsumschreibung durchzuführen. Dazu gehört in erster Linie, dass er in der notariellen Urkunde des beurkundenden Notars den Käufer mit mehreren Grundpfandrechten bewilligt, und zwar zur Höhe des Kaufpreises. Die Grundpfandrechte erhalten dann den Rang vor der Auflassungsvormerkung. Der Käufer kann dann seine Auszahlungsansprüche gegen den Grundpfandrechtsgläubiger an den Verkäufer abtreten und somit den Grundpfandrechtsgläubigen unwiderruflich dazu bewilligen, den vereinbarten Betrag auf ein Notaranderkonto zu überweisen. Somit wurde mir die Möglichkeit gegeben, meine Immobilie einfacher zu kaufen und mir somit die Mühe zu ersparen.

Die Risiken der Belastungsvollmacht

Natürlich hatte ich am Anfang bestimmte Zweifel, doch den Grund zum Zweifeln hatte der Verkäufer noch mehr. Für ihn trägt solch eine Bevollmächtigung ein großes Risiko mit sich. Eine solche Belastung des Grundstücks ist aus mehreren Gründen für den Verkäufer risikoreich. In erster Linie haftet das Grundstück, das ihm formal noch gehört, für alle Grundpfandrechte zugunsten des Käufers, womit sich dann eine Zwangsvollstreckung des Grundpfandgläubigers und zwar gegen das Vermögen des Verkäufers richten kann. Da man somit nicht keine großen Vorteile als Verkäufer haben kann, gibt es dafür bestimmte Regelungen. Damit das vollkommen ausgeschlossen wird, überweist der Kreditgeber des Käufers den Kreditbetrag erstens auf das Notaranderkonto, und erst danach wird der Antrag auf Eintragung des Grundpfandrechts ins Grundbuch gestellt. Durch die Abtretung der Auszahlungsansprüche ist der Käufer zur Auszahlung auf das Notaranderkonto verpflichtet. Erst nachdem diese Auszahlung erfolgt, kann der Notar die Eigentumsumschreibung vollziehen und somit die Grundpfandrechte eintragen. Das führt zu mehreren Vorteilen, die dann sowohl den Verkäufer, als auch den Käufer betreffen. Somit habe ich mir meine Immobilie kaufen können, ohne damit irgendwen zu belasten.

Berlin will mehr Wohnungen über Berlin bauen lassen

Berlin will mehr Wohnungen über Berlin bauen lassen

Jeder hier dürfte wissen, wie ein normaler Supermarkt aussieht. Die meisten sind einstöckig (immerhin dürfte es ziemlich schwer sein, einen Einkaufswagen auf ein anderes Stockwerk zu kriegen), und haben eine weite Fläche. Ein Fakt ist weiterhin, dass sie in Großstädten mindestens in der Form, wie sie momentan auftreten, förmlich Platz verschwenden. Über einem einzelnen Supermarkt könnten zahlreiche Wohnungen Platz finden. Mir persönlich, als gebürtiger Berliner, stellt sich die Frage, weshalb man nicht schon lange die Fläche über Supermärkten zum Bau von Wohnungen nutzt.

Größtenteils ist es so, dass Supermärkte nicht an äußerst beliebten Plätzen liegen. Ohne irgendwie am Stadtrand zu liegen, befinden sie sich doch immer ein wenig ab vom Schuss. Bei manchen Supermärkten ist es nun auch so, dass sie tatsächlich bereits Wohnungen über sich haben. Leider ist dies jedoch nur selten der Fall und das besonders bei kleineren Filialen. Die Größeren Supermärkte haben nun meistens einfach ein flaches Dach. Das ist rein Platzverschwendung. Auch im Gespräch mit einigen meiner ebenfalls hier ansässigen Freunde kam raus, dass sie der gleichen Meinung sind.

Was spricht gegen Wohnungen über Supermärkten?

Wenn man ein wenig überlegt, dürfte einem das wie eine rhetorische Frage erscheinen. Mir mindestens ist kein negativer Punkt eingefallen. Die Stadtentwicklungssenatorin spricht hier von 50 bis 100 Wohnungen je Supermarkt. Man würde ungenutzte bzw. verschwendende Fläche zu genutzter Wohnfläche machen. Des Weiteren kann sogar der Supermarkt selbst neue Stammkunden abgreifen, da es nur sinnvoll wäre, zu dem Supermarkt zu gehen, über welchen man direkt wohnt, anstatt noch weite Distanzen hinter sich bringen zu müssen (und vielleicht auch noch für öffentliche Verkehrsmittel zahlen zu müssen). Folglich bildet sich hier sogar eine Win-Win-Situation aus. Der Supermarkt dürfte auch keine Probleme mit dem Parken kriegen, da man auf normalen Supermarktparkplätzen sowieso bloß wenige Stunden (wenn überhaupt) parken darf. Das würde verhindern, dass sie von Bewohnern für längere Zeiten gesperrt würden.

Was wird zur Realisierung dessen getan?

Die schon so oft erwähnte Stadtentwicklungssenatorin hat bereits so einiges getan, um den Wohnungsbau über Supermärkten anzuregen. So hat sie die Weichen für einen jährlichen Supermarktgipfel gestellt. In diesem will sie sich regelmäßig mit einigen Einzelhandel Vertretern treffen, um mit ihnen Ideen und Anregungen zu dem Neubau von Wohnungen über Supermärkten auszutauschen und um darüber zu diskutieren. So kam bei einem solchen Treffen raus, dass man davon ausgeht, Wohnungsfläche im fünfstelligen Bereich zu erschließen. Wenn man sich das auf der Zunge vergehen lässt, so stellt man fest, dass es sich hierbei um enorme Wohnflächen handelt. Für mich bleibt nur noch die Frage offen, wie es sein kann, dass man noch nicht früher darauf gekommen ist. Die Schaffung neuer Wohnungen über Supermärkten mag jedem beim ersten Mal unwichtig vorkommen. Man mag sehr wohl denken, dass es sich hierbei wohl nur um ein Detail handeln mag, was nahezu kein Aufsehen verdient hat. Hier sieht man jedoch wieder einmal, dass der erste Eindruck oft zu trügen vermag, und dass es sich hierbei doch um ganz gewaltige Flächen handelt.

Immobilienkaufvertrag – Was ist zu beachten?

Immobilienkaufvertrag – Was ist zu beachten?

Ich träume wie so viele auch von einer eigenen Immobilie. Um eine solche zu erwerben muss man jedoch selbstverständlich erst einen Immobilienkaufvertrag abschließen. Dabei muss man nun auf so einiges achten, ich selbst hatte ordentlich Probleme damit. Das Auseinandersetzen mit diesem Thema scheint anfangs wahrscheinlich ein wenig kompliziert und langweilig . schließlich übernimmt man hier zum Teil die Aufgaben eines Immobilienmaklers – aber wenn man sich erstmal ein wenig eingearbeitet hat, wird alles wie so oft einfacher.

Allgemeines zum Immobilienkaufvertrag

Im Allgemeinen ist es so, dass ein Immobilienkaufvertrag den Erwerb und im gleichen Moment auch den Verkauf einer Immobilie bestätigt. Da es sich hierbei (vor allem hier in Berlin) um hohe Geldmengen handelt, sollte man genau wissen, was es zu beachten gibt. Ansonsten kann an leicht etwas manchen, was man später noch bereut. Zu aller Anfang gilt es zu wissen, dass ein solcher Vertrag nicht nur durch die Unterschriften von Verkäufer und Käufer rechtskräftig wird. Tatsächlich muss ein Notar das Ganze erst beurkunden, bevor die Immobilie offiziell verkauft wurde. Hier ist es so, dass der Notar nach einem Treffen der beiden Vertragspartner erstmal einen Entwurf des Kaufvertrags anfertigt. Diesen lässt er dann dem Käufer sowie dem Verkäufer zukommen. Wenn beide mit dem Entwurf einverstanden sind, wird es vom Notar beurkundet und nach einigen wenigen Tagen bekommen dann beide den Kaufvertrag zugeschickt.

Was steht alles in einem Kaufvertrag drinnen?

Weiterhin muss dieser Vertrag eine ganze Menge an Angaben beinhalten. Einige davon sind der Kaufpreis sowie der Kaufgegenstand, was aber auch mehr oder weniger selbstverständlich ist. Des Weiteren smuss er auch bspw. den Grundbuchstand und Miet- und Pachtverhältnisse beinhalten (um nur einige weitere Angaben zu nennen). Man sieht, dass so ein Immobilienkaufvertrag keine simple Sache ist. Ganz wichtig ist, dass alle diese Angaben fehlerfrei sind. Ansonsten könnte es später noch zu ernsthaften Komplikationen zwischen den Vertragspartnern geben. Man merkt also, dass es sehr wohl sinnvoll ist, dass man das Ganze von einem Notar schreiben lässt. Alleine und ohne ordentliches Vorwissen wäre das nur schwer möglich.

Der Verkauf

Die Übergabe der Immobilie selbst erfolgt an einem im Kaufvertrag angegebenen Termin. In der Regel erfolgt die Bezahlung dann auch noch am gleichen Tag. Es gilt hier noch zu beachten, dass zum Verkauf bzw. Erwerb einer Immobilie noch mehr nötig ist, als dass man lediglich einen solchen Kaufvertrag ausarbeitet oder ihn ausarbeiten lässt. So muss der Käufer als Beispiel noch die sogenannte Grunderwerbssteuer zahlen.

Es gibt noch eine weitere wichtige Sache zum Thema Immobilienkaufvertrag zu sagen. Die meisten Immobilien werden durch Makler vermittelt. Deren Bezahlung erfolgt in Form einer Provision beim Immobilienverkauf. Das ist in den meisten Immobilienkaufverträgen durch eine Klausel zur Maklerprovision geregelt.

Abschließend lässt sich nun hierzu sagen, dass ein Kaufvertrag keine simple und unkomplizierte Sache ist. Zum Glück kriegt man jedoch Hilfe von einem Notar, welcher die Arbeit von beiden Vertragspartnern abnimmt. Dennoch sind der Käufer und der Verkäufer aus dieser Angelegenheit keineswegs ausgeschlossen, da sie immer noch den Vertrag überprüfen sollten.

Sozialer Wohnungsbau in Berlin geht voran ‒ NKZ am Kotti verkauft

Sozialer Wohnungsbau in Berlin geht voran ‒ NKZ am Kotti verkauft
Sozialer Wohnungsbau in Berlin geht voran ‒ NKZ am Kotti verkauft

In Berlin herrscht ein Mangel an Wohnungen und das nicht erst seit vergangener Woche. Ich weiß schon lange, dass ich so schnell nicht mehr umziehen werden. Will auch gar nicht. Aber ich weiß von vielen Freunden und Bekannten, welche Kopfschmerzen die Wohnungssuche in Berlin bereiten kann. Gerade preiswerte Wohnungen sind mega schwer zu finden. Und wenn neue Häuser gebaut werden, handelt es sich entweder um teure Eigentumswohnungen oder es gibt schon eine ellenlange Warteliste für die Wohnung. Da momentan und in Zukunft immer mehr Menschen nach Berlin kommen, wird sich die Lage wohl auch in den kommenden Jahren nicht so schnell entspannen, trotz Neubau. Umso wichtiger scheint es mir, also nicht nur mir, dass gerade die bestehenden Wohnungen erhalten und bezahlbar bleiben. Ein gutes Zeichen setzt jetzt der Verkauf des NKZ an die Gewobag. Die Wohnungsbaugesellschaft Gewobag bekommt das NKZ am Kottbusser Tor. Es wurde für eine Summe von 56.5 Millionen Euro verkauft. NKZ steht für Neues Kreuzberger Zentrum und das befindet sich direkt am Kottbusser Tor. Zum Ensemble gehören rund 295 Wohnungen und rund 90 Läden. Zum Glück kam der Meistbietende vom privaten Sektor nicht zum Zuge, er hatte die Frist verstrichen lassen.

Der Druck ist nun raus, vor allem sieht das so der Gesellschafterbeirat der NKZ nachdem bekannt worden war, dass die Gebäude in Sozialwohnungen verwandelt werden sollen. Vor dem Verkauf kam es zu Protesten unter den Mieteraktivisten, woraufhin der Baustadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg beschloss, das Vorkaufsrecht vom Bezirk auszuüben und somit den Verkauf an eine private Firma, im Notfall vor dem Gericht und in allen Instanzen, zu blockieren. Die vom Land eigene Wohnungsfirma Gewobag hatte insgesamt 56.5 Millionen Euro geboten. Zu der überraschenden Wende beim Bieterwettbewerb wollte sich am Ende niemand mehr äußern.

Und es geht positiv weiter

Der sehr hohe Kaufpreis dürfte eine rentable Bewirtschaftung der Objekte in Zukunft nicht einfach machen, zumal das öffentliche Wohnungsunternehmen auf einen größeren Teil der gesetzlich erlaubten Mieterhöhungen verzichten muss. Die Einwohner können sich allerdings freuen. Der Kauf des NKZ ist ein echtes Beispiel für eine sozialere Stadtpolitik.

Der Wohnblock in Kreuzberg wurde zur Erneuerung der Stadt in den 1960er Jahren gebaut. Damals rissen die Planer ganze Wohnblöcke der Gründerzeit ab, um dann auf den neu entstandenen Flächen Neubauten zu errichten. Die damals guten Renditen trieben diese absurde „Kahlschlagsanierung“ an. Für die Errichtung von damals neuen Quartieren, innerhalb der Vorstadt, mussten ganze Straßennetze und Schulen gebaut werden, welche die Gewinne der Baubehörden schmälerte und einen Bau in der Innenstadt so attraktiv machte.

Das NKZ ist in dieser Hinsicht auch ein Beispiel für eine absurde Förderpolitik im Wohnungsbau. Die Stadt zahlte damals Subventionen in rauen Mengen. Nach Ablauf der Förderperiode von bis zu 30 Jahren, wurden die teuer gebauten und geförderten Wohnungen den Bauträgern zur freien Verfügung gestellt, welche in diesen dann schrittweise die Mieten erhöhten. Unter anderen dadurch schrumpft der Bestand an Sozialwohnungen für Haushalte mit geringen Einkünften in Berlin seit Jahren.

Die Grünen wollen wieder zurück zum sozialen Wohnungsbau

Wenn es nach den Grünen geht, sollen Wohnungen nicht mehr nach Ablauf einer bestimmten Frist aus einer sozialen Bindung fallen. Der Senat hat ehrgeizige Pläne für den Bau von neuen und bezahlbaren Wohnungen. Allerdings ist und wird es ein schweres Unterfangen.

Eigentumswohnungen kaufen und verkaufen in Berlin

Eigentumswohnungen kaufen und verkaufen in Berlin
Eigentumswohnungen kaufen und verkaufen in Berlin

Die Baubranche in Berlin boomt. Knapp 150.000 neue Einwohner in drei Jahren, der Bedarf an Wohnungen für Neuzugezogene sowie der Trend zu kleineren Haushalten führen zu einem sehr großen Bedarf an neuem Wohnraum. Die dadurch entstehenden Pläne des Senats für neue Wohngebiete wecken schnell das Interesse von denjenigen, die sich eine Eigentumswohnung kaufen möchten, ganz gleich ob sie für die eigene Verwendung oder zur Weitervermietung gedacht sein soll.

Gleichzeitig ist ein steigender Bedarf an Wohnungen interessant und lohnenswert für diejenigen, die Immobilieneigentum besitzen und nicht benötigte Eigentumswohnungen aufgrund der hohen Nachfrage teuer wieder verkaufen können.

Optimale Zielgruppen für die zu verkaufende Eigentumswohnung finden

Wer seine Eigentumswohnung verkaufen möchte, sollte sich bei einer sehr großen Nachfrage wie in Berlin immer mit dem Gedanken beschäftigen, welches denn die attraktivsten Zielgruppen sind und wie man diesen die Wohnung optimal schmackhaft machen kann.

Bisher zur Miete wohnende Interessenten können optimal überzeugt werden, indem ihnen nicht nur die Vorzüge der Wohnung aufgezeigt werden, sondern auch die Ersparnisse, die sie im Vergleich zum Mietverhältnis genießen können sowie die entstehende Altersvorsorge aus Stein.

Eine entsprechend vorliegende und mit realistischen Werten gefüllte Gegenüberstellung – Miete gegen Eigentum – kann die andere Seite sehr schnell überzeugen. Interessant sind auch Rentner, welche sich dazu entschließen, ein vorhandenes Haus gegen eine Eigentumswohnung einzutauschen.

Hier gelten altersgerechte Vorteile einer Wohnung und der Umgebung zu optimalen Verkaufsargumenten. Optimale Unterstützung bei einem Verkauf kann ein Makler beisteuern. Dieser hat natürlich seinen Preis, dafür weiß er aber genau über die Märkte in der Hauptstadt Bescheid und kennt zudem sehr viele Kontakte, die hilfreich sind, um die Eigentumswohnung nicht unter Wert verkaufen zu müssen.

Der richtige Wert für die Wohnung

Beim Thema „nicht unter Wert verkaufen“ ist es natürlich wichtig, eine Ahnung davon zu haben, für wie viel die eigene Wohnung verkauft werden kann. Hier spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle, die einen schnell den Überblick verlieren lassen.

Den bedeutendsten Einfluss auf den Verkaufspreis haben sicherlich die Lage und der Zustand der Wohnung.
Gleichzeitig wird der Preis von weiteren Faktoren bestimmt: So kann für Altbau- und natürlich Neubauten mehr Geld verlangt werden als für Immobilien aus den 50er bis 70er Jahren. Die Anzahl der Zimmer ist ebenso bedeutend wie das Vorhandensein von Garten, Terrasse oder Balkon.

Oft zahlen Interessenten gern mehr für eine Wohnung, die nicht im Erdgeschoss liegt, weil die Wohnräume über mehr Licht verfügen und zahlreiche Menschen ebenerdig sehr viel mehr Angst vor Einbrechern haben als in den höheren Etagen. Gerade Dachgeschosswohnungen werden durch Aufstockungen und Ausbau der Dachstühle vielerorts neu geschaffen und erfreuen sich großer Beliebtheit.

Vermietete und freie Wohnungen sorgen ebenfalls für unterschiedliche Preise, was bei einem Verkauf, beziehungsweise bei der Festlegung des Preises, berücksichtigt werden muss. Hier lohnt sich die Hinzunahme eines Experten, der eine Wohnung unabhängig bewerten kann.

Gemeinschaftseigentum als hemmender Faktor beim Wohnungsverkauf

Eigentumswohnungen in Mehrfamilienhäusern sind eine attraktive Variante, Wohneigentum zu besitzen, ohne ein ganzes Haus kaufen zu müssen. Nicht zu unterschätzen ist allerdings die Wirkung einer Eigentümergemeinschaft auf Interessenten bei einem eventuellen Verkauf der Wohnung. So kommt es bei den Käufern häufig zu Zweifeln an der Attraktivität eines Objektes, wenn sie beispielsweise mit Entscheidungen der Vergangenheit durch die Gemeinschaft nicht einverstanden sind und daher nicht ohne weiteres Teil dieser Gemeinschaft werden möchten.

Das Vorkaufsrecht eines Mieters beim Verkauf der Wohnung

Ist man selbst Mieter einer Wohnung, die der entsprechende Eigentümer plötzlich verkaufen möchte, sollte man immer drei Dinge im Hinterkopf behalten.

Wichtig ist vor allem das Vorkaufsrecht, weil alles andere nicht wirklich oder schwierig zu beeinflussen ist. Das Vorkaufsrecht bedeutet nichts anderes, als dass der Mieter vom Vermieter das Recht eingeräumt bekommen muss, die Wohnung zu den gleichen Bedingungen wie der potenzielle Käufer zu erwerben. Um auf diese Art und Weise die Wohnung dann als Eigentümer und nicht mehr als Mieter weiter bewohnen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Das Mehrfamilienhaus, in dem sich die Wohnung befindet, wird erstmals in einzelne Eigentumswohnungen aufgeteilt.
  • Das Mehrfamilienhaus, in dem sich die Wohnung befindet, wird nicht als Ganzes verkauft.
  • Der Eigentümer verkauft an Fremde und nicht an Familienmitglieder.
  • Es besteht bereits ein Kaufvertrag, in den der Mieter einsteigen kann.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, muss der Vermieter den Mieter über seine Pläne und über das bestehende Vorkaufsrecht informieren. Das geschieht meistens schriftlich mit einer beigefügten Kopie des relevanten Kaufvertrags. Der Mieter hat dann innerhalb der angegebenen Frist oder der gesetzlich vorgeschriebenen Zeit von zwei Monaten die Gelegenheit, dem Verkäufer mitzuteilen, ob er zu den gleichen Konditionen sein Vorkaufsrecht ausüben und die Wohnung selbst kaufen möchte.

Attraktive Villen im Charlottenburger Ortsteil Westend

Attraktive Villen im Charlottenburger Ortsteil Westend

Wer auf der Suche nach einem attraktiven Eigenheim in Berlin ist, sollte nicht vor den Toren Charlottenburgs Halt machen. Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf lohnt sich nämlich jederzeit ein Besuch des Ortsteils Westend. Viele Teile von Westend, die heute als Neu-Westend bezeichnet werden, erscheinen im typischen Berliner Ambiente aus Reihen- und Mietshäusern. Der ursprüngliche und nach dem vornehmen Stadtteil von London benannte Teil von Westend wurde als attraktive Villenkolonie geplant, in denen bezaubernde Häuser und Villen das Bild bestimmen.

Die Entstehung der Villenkolonie

Um das Jahr 1860 herum wurden die Grundsteine für die Villenkolonie Westend gelegt, welche sich zwischen der Ahornallee im Osten und der Kirschenallee im Westen sowie der Platanenallee im Süden und der Akazienallee im Norden erstreckt. Die im Jahr 1866 gegründete „Kommandit-Gesellschaft auf Actien Charlottenburger Baugesellschaft Westend“ erstellte einen Parzellierungsplan, welcher Grundstücke von ungefähr 800 Quadratmetern auswies und vor allem Interessenten aus dem gehobenen Mittelstand ansprechen sollte.

Zum größten Teil waren es aber Käufer aus der Oberschicht, die sich den Genuss der Villen gönnten und von der attraktiven Lage profitieren wollten. Für die Villenkolonie wurde bewusst die Region westlich der Industriegebiete gewählt, weil die dort entstehenden industriellen Abgase durch den Westwind gen Osten getragen wurden und die Luft über den Villen von deutlich höherer Qualität blieb, was zudem durch die 25 Meter über der Spree befindliche Lage auf der Anhöhe des Teltow verstärkt wurde.

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Die Pläne überstanden schwierige Zeiten

Unter dem Einfluss des Deutsch-Österreichischen Krieges und der dadurch herrschenden Unsicherheit geriet die Gründung der Villenkolonie mehrmals ins Stocken. Für die insgesamt 400 angedachten Parzellen wurden bis zum Jahr 1868 nur 24 Käufer gefunden, was zusätzlich zu finanziellen Problemen und der Auflösung der Gesellschaft führte.

Mit der „Westend-Gesellschaft H. Quistorp & Co. zu Berlin“ fand sich eine neue Gesellschaft, die die Pläne für das Villenviertel umsetzen wollte. Die führende Hand war dabei Heinrich Quistorp, der sich der weiteren Entwicklung Westends annahm. Er erschuf neben der Errichtung der Villen einen kleinen Wasserturm sowie ein kleines Wasserwerk, welches anschließend aber durch ein ebenfalls von ihm geplantes großes Wasserwerk am Teufelssee abgelöst wurde. Dieses heute als Naturschutzzentrum „Ökowerk Berlin“ geltendes Wasserwerk hatte solche Ausmaße, dass es zusätzlich noch in der Lage gewesen wäre, ganz Charlottenburg mit Wasser zu versorgen. Zudem wollte er sich mit dem 80 Meter hohen und 60 Meter im Durchmesser messenden Germaniaturm ein Denkmal setzen. Dieser Wasserturm wurde aber niemals fertig gestellt und später abgerissen.

Die Gründerkrise im Jahr 1873 führte zum Konkurs der Westend-Gesellschaft, wodurch die Baupläne erneut gestoppt wurden und zahlreiche, der schon fertig gestellten Villen leer standen. Erst zum Ende der 1870er Jahre kam es zu einer gewissen Entspannung, der dann eine enorme Explosion der Bevölkerung rund um und in Berlin zu Gute kam. Der Aufschwung ereilte Westend und plötzlich war alles bebaut und eine neue, sehr beliebte Wohngegend war erschaffen, in der sich vor allem die wohlhabenden Bürger und Beamten niederließen.

Die Villenkolonie heute – eine beliebte und attraktive Wohngegend

Heute ist die Villenkolonie eine beliebte Wohngegend, für die in großen Teilen die Erhaltungsverordnung zum Erhalt der städtebaulichen Eigenart als eines der ältesten Berliner Villengebiete greift. Die Erhaltungsverordnung wird mit dem herrlichen Zusammenspiel von villenartigen und in professionell gestalteten Gärten stehenden Einfamilienhäusern, attraktiven Plätzen und den öffentlichen, begrünten Straßen begründet wird.

Wer also unweit des Zentrums der Hauptstadt den Genuss der eigenen Villa und einer traumhaften Umgebung genießen möchte, sollte sich mit seinen Immobilienplänen immer auch in Westend umsehen, wo eine der vielen, verschiedenen wohnbaulichen Facetten der Hauptstadt auf sich aufmerksam macht.

Siemensstadt und Staaken – Spandau eine gute Alternative für eine neue Wohnung?

Siemensstadt und Staaken – Spandau eine gute Alternative für eine neue Wohnung?

Spandau gehört nicht zwingend zu den Bezirken in der Hauptstadt Berlin, die man in Berlin als attraktiv und Lieblingsziele derjenigen zählt, welche einen Standort für ein neues Zuhause suchen. Vor allem die Gebiete Siemensstadt und Staaken geraten dabei immer wieder in die Schlagzeilen und dennoch lohnt es sich, dort die Möglichkeiten und Pläne für neue Immobilien zu verfolgen.

Siemensstadt – die Entwicklung einer Arbeitersiedlung

Im Zuge der Niederlassung der Unternehmen Siemens und Halske sowie der Tochtergesellschaft Siemens-Schuckert entstand damals die als Siemensstadt bezeichnete Siedlung am Ostrand von Spandau. Noch heute ist die Gegend geprägt von den Industrieanlagen und den auf den Nonnenwiesen gegründeten Wohnsiedlungen, die ein hohes Maß an Grünflächen beinhalten. Außerdem zählt zur Siemensstadt die Insel Gartenfeld mit weiteren Anlagen der Firma Siemens. Ursprünglich handelte es sich also um eine Siedlung, die den Werksangehörigen ein Zuhause in unmittelbarer Nähe zu ihrem Arbeitsplatz bieten sollte.

Im Laufe der Zeit sorgten die allerdings sehr einfach gehaltenen Wohnanlagen, insbesondere in den Gebieten der zahlreichen Hochhäuser, für soziale Brennpunkte, die die Wohngegend in ein schlechtes Licht rückten. Gleichzeitig sorgten diverse Investitionen dafür, dass vor allem die aus den 30er Jahren stammenden und einen verwunschenen Eindruck hinterlassenden Mehrfamilienhäuser zu begehrten Immobilien wurden.

Attraktivität erlangte die Großsiedlung Siemensstadt dann zusätzlich durch die Ehrung, von der UNESCO im Jahr 2008 zum Weltkulturerbe ernannt zu werden. Heute ist die Lage attraktiv, weil man es nicht weit bis in die Innenstadt hat, die A100 als Stadtautobahn schnell erreichbar ist und der Tegeler Forst und die Jungfernheide als Ausflugsziele zur Erholung in der Natur problemlos mit dem Fahrrad angesteuert werden können.

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Der neu gestaltete Jugendweg für eine attraktivere Siemensstadt

Aktuell gibt es Planungen im Jugendweg der Siemensstadt, die nach langer Zeit einmal wieder ein Neubauprojekt im Kiez bedeuten. Dabei sind positive Äußerungen genauso vorhanden wie die skeptischen Meinungen der Bewohner des Viertels. Während die besorgten Anwohner vor allem Probleme aufgrund der zu wenigen Parkplätze befürchten, wenn die geplanten 116 Mietwohnungen fertig sind, macht sich die andere Seite durchaus Hoffnung auf eine große Aufwertung der Siedlung am Jugendweg.

Zwei Häuser mit 5 Etagen und später noch einmal weitere zwei Gebäude mit vier Etagen bieten eine große Auswahl von Wohnungen, deren Größe zwischen 52 und 115 Quadratmetern liegt. Aufzüge, Fußbodenheizung, komplette Einbauküchen und Barrierefreiheit in den insgesamt 28 Erdgeschosswohnungen versprechen zudem einen attraktiven Wohnraum für ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit. Auch die bisherigen Bewohner profitieren von dem Projekt, weil das derzeitige Einkaufszentrum durch den Einzug eines Discounters und dem Verbleib der Post aufgewertet wird.

Staaken – attraktive Ecken trotz negativem Ruf

Staaken ist ein weiterer Ortsteil des Bezirks Spandau und auch hier wird oft erst mit dem Kopf geschüttelt, wenn es um die Wohnqualität in dieser Gegend geht. So belegt das als Problemkiez bezeichnete Staaken in einem sogenannten Monitoring „Soziale Stadtentwicklung“ mit Abstand den letzten Platz. Vor allem in der Heerstraße Nord um den Pillnitzer Weg herum wird häufig davon gesprochen, dass Müll aus dem Fenster fliegt, nächtliche Saufgelage in Bergen von leeren Flaschen auf den Spielplätzen enden und Flure beschmiert oder sogar als Toilette missbraucht werden.

Entsprechende Beschwerden treffen meist auf taube Ohren, weil Eigentümer noch Hausmeister weder in der Nähe noch erreichbar sind. Allerdings versprechen die Immobilienunternehmen Besserung in Form von Modernisierungsmaßnahmen, wie einer energetischen Gebäudesanierung oder Maßnahmen wie der Beschäftigung von Sozialarbeitern für ein harmonischeres Miteinander. Bei all diesen im Vordergrund bekannten, negativen Eindrücken darf man seine Augen bei der Wohnungssuche aber nicht vor den durchaus attraktiven Ecken von Staaken verschließen.

Lohnenswerte Wohngebiete als Kontrastprogramm

So befindet sich gleich auf der anderen Straßenseite, der in Verruf geratenen Heerstraße, ein Areal mit zahlreichen Einfamilienhäusern. Die Grundstücke sind größtenteils eingewachsen und versprechen ein attraktives, ruhiges Wohnen zu bezahlbaren Preisen. Zu Fuß gelangt man von dort nach Brandenburg und in einer Viertelstunde zum Berliner Hauptbahnhof. Das deutet auf eine tolle Lage hin. Als Ausflugsziel in unmittelbarer Nähe bietet der Hahneberg aus einer Höhe von 90 Metern nicht nur einen Blick auf das Fort Hahneberg, sondern auch auf die gesamte Stadt, bei gutem Wetter bis zum Alexanderplatz.

Das alte Dorf im Süden und Norden besteht überwiegend aus ansprechenden Einfamilienhaussiedlungen. Es gehört, wie die Gartenstadt Staaken, zum historischen Teil von Staaken. Die Gartenstadt Staaken wurde zwischen 1914 und 1917 von dem Architekten Paul Schmitthenner entworfen und gehört heute der Wohnungsbaugenossenschaft Gartenstadt Staaken eG. Die Häuser stehen allesamt unter Denkmalschutz, was ebenso auf die Siedlung Neu-Jerusalem zutrifft. Der Albrechtshof im Westen von Staaken besticht durch einen ländlichen Charakter und attraktive Einfamilienhäuser.

Das Falkenhagener Feld gilt als sozialer Brennpunkt von Spandau, was vor allem auf die Sünden der Bauwirtschaft in den 60er und 70er Jahren zurückzuführen ist, als zahlreiche Hochhausviertel aus dem Boden gestampft wurden. Abgesehen von diesen Sündenfällen gibt es hier attraktive Ecken, was die netten Straßennamen Glühwürmchenweg, Ameisenweg oder Bienenweg vermuten lassen. Ältere und preisgünstige Einfamilienhäuser werden jetzt erst recht zu interessanten Objekten, weil der bisherige Flugzeuglärm verschwinden wird, sobald denn irgendwann einmal der neue Flughafen in Schönefeld eingeweiht werden sollte.

Alles in allem ist festzustellen, dass sowohl die Siemensstadt als auch der Ortsteil Staaken trotz bestehender Problemzonen attraktive Regionen besitzen, in denen es durchaus Sinn macht, nach attraktivem und gleichzeitig bezahlbarem Wohneigentum Ausschau zu halten.